Wüste, Pazifikküste, über 4.000 Meter hohe Andenpässe, Amazonas-Tiefland und einige der bekanntesten Kulturstätten Südamerikas – auf unserer 14-tägigen Motorradreise zeigt Peru fast täglich ein anderes Gesicht.
Angestaubte Stiefel, das gleichmäßige Schnurren deines Motors und eine Landschaft, die so gewaltig ist, dass sie dir unter dem Helm den Atem raubt. Wenn du zu den Menschen gehörst, für die ein Urlaub erst dann beginnt, wenn sich den Weg in endlose Serpentinen durch die Anden verwandelt, dann haben wir von Motor2Travel genau das Richtige für dich, wir nehmen dich mit auf eine 14-tägige Motorradreise durch Peru.
Peru ist ein Land, das man erfahren muss – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf zwei Rädern spürst du die extremen Klimawechsel von der staubtrockenen Pazifikküste bis hinauf in die dünne, eiskalte Luft der Andenpässe und dann in das feuchtheisse Amazonas-Tiefland. Und das Beste daran? Auf unserer Route klappern wir nicht nur die bekannten Postkartenmotive ab, sondern tauchen tief in die Mysterien Südamerikas ein.
Unsere Motorradtour in Peru startet nicht mit sanftem Sightseeing, sondern wir werfen dich direkt hinein in die Faszination Südamerikas. Wer einmal den Panamerican Highway entlang der kargen Pazifikküste gefahren ist, weiß, was Freiheit bedeutet. Links der tiefblaue Ozean, rechts die endlosen Sanddünen, die im Fahrtwind zu wandern scheinen. Die Panamericana gehört zu den berühmtesten Fernstraßen der Welt. Das Straßennetz verbindet auf rund 30.000 Kilometern Alaska mit dem Süden Argentiniens. Nur zwischen Panama und Kolumbien wird die Verbindung durch den Darién Gap unterbrochen. In Peru verläuft die Panamericana über mehr als 4.000 Kilometer entlang der Pazifikküste und führt unter anderem durch Lima und Nasca. Für uns ist sie allerdings keine Strecke zum Kilometerfressen, sondern der Weg durch eine Landschaft aus Wüste, Dünen und Pazifikküste, bevor wir bei Nasca ins Landesinnere und später hinauf in die Anden fahren.

Nach den ersten Tagen im Sattel erreichen wir die staubige Wüste von Nasca. Vom Boden aus sieht alles aus wie eine karge Steinwüste. Doch das wahre Geheimnis dieser Region offenbart sich erst, wenn wir die Motorräder kurz stehen lassen und die Perspektive wechseln. Der Flug über die Nasca-Linien steht an – und glaub uns, das ist nichts für schwache Nerven, aber ein Moment, von dem du noch lange erzählen wirst!
Wir tauschen den Motorradhelm gegen ein Headset und steigen in eine kleine Propellermaschine. Nur 2-4 Passagiere haben Platz, jeder sitzt an einem Fenster. Die Triebwerke dröhnen, der Pilot gibt vollen Schub, wir heben ab, und plötzlich breitet sich unter dir ein gigantisches, prähistorisches Bilderbuch aus. Um dir die riesigen Scharrbilder – wie den Kolibri, den Affen oder den mysteriösen Astronauten – perfekt zu zeigen, fliegen die Piloten hier echte Manöver.
Das Flugzeug legt sich sportlich nach links, zieht eine enge Kurve, richtet sich auf und kippt nach rechts. Anspruchsvoll nicht nur für den Mann am Steuerknüppel – sondern auch für deinen Gleichgewichtssinn! 30 Minuten lang dauert der Flug über den Wüstensand, damit jeder Passagier auf beiden Seiten die Geoglyphen glasklar fotografieren und bestaunen kann. Ein echter Adrenalinkick, der perfekt zu unserem Roadtrip passt.
Während wir nach der Landung den Staub der Wüste mit einem kühlen Getränk herunterspülen, sprechen wir über die Geschichte dieses Ortes. Wer hat diese riesigen Linien vor über 1500 Jahren in den Boden gescharrt – und vor allem: Warum? Die Wissenschaft rätselt bis heute. War es ein riesiger astronomischer Kalender? Ein Fruchtbarkeitsritual für die Götter? Oder doch die Landebahn für Außerirdische, wie manche augenzwinkernde Theorie besagt?
Dass wir diese Linien heute überhaupt noch bewundern können, verdanken wir zu großen Teilen einer mutigen Deutschen: Maria Reiche. Die Mathematikerin zog in den 1940er Jahren mit einem Besen bewaffnet in die peruanische Wüste. Sie fegte die Linien frei, vermaß sie zentimetergenau und schützte sie fast im Alleingang vor der Zerstörung. Ihr Erbe ist heute UNESCO-Welterbe und der Grund, warum wir hier aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Genug geflogen, die Straße ruft wieder! Wir lassen die Wüste hinter uns und schrauben uns mit den Motorrädern unaufhaltsam in die Anden hinauf. Keine Peru Rundreise wäre komplett ohne das Herz des alten Inka-Reiches. Wir steuern unsere Bikes Richtung Cusco. Die alte Hauptstadt der Inka fasziniert mit ihren kolonialen Bauten, die auf tonnenschweren, perfekt behauenen Inka-Mauern thronen. Von hier aus machen wir uns auf den Weg zum unbestrittenen Höhepunkt der südamerikanischen Kulturgeschichte: Machu Picchu.
Die verborgene Stadt in den Wolken, majestätisch auf einem Bergrücken gelegen und umrahmt von steilen, grünen Gipfeln, hat eine magische Anziehungskraft. Machu Picchu wurde im 15. Jahrhundert von den Inka auf einem Bergrücken in den peruanischen Anden erbaut und liegt auf rund 2.430 Metern Höhe. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, welchem Zweck die Anlage genau diente – vermutlich war sie eine königliche Residenz und zugleich ein religiöses Zentrum. Die Spanier entdeckten Machu Picchu während ihrer Eroberung des Inkareiches nicht, weshalb die Anlage weitgehend erhalten blieb. Heute gehört Machu Picchu zum UNESCO-Welterbe und ist die bekannteste archäologische Stätte Perus. Wenn sich der morgendliche Nebel lichtet und den Blick auf die Ruinen freigibt, herrscht meistens erst einmal andächtige Stille in unserer Reisegruppe.
Nach den hohen Andenpässen geht es über unzählige Kurven hinunter ins Amazonas-Tiefland – und plötzlich zeigt Peru ein völlig anderes Gesicht. Die karge Bergwelt weicht dichter tropischer Vegetation, es wird warm und feucht, Papageien fliegen über die Straße und Bananen, Palmen und andere tropische Pflanzen bestimmen das Bild. Auch die Menschen und das Leben entlang der Straße wirken anders als oben im Hochland. Für kurze Zeit fühlt es sich an, als wären wir in einem anderen Land gelandet.
Doch Peru wäre nicht Peru, wenn hinter dem nächsten Horizont nicht schon wieder die Anden warten. Und so geht es über unzählige Kurven wieder hinauf ins Hochland.

Die Luft wird dünner, die Landschaften werden rauer, und plötzlich stehen Alpakas am Straßenrand statt Warnschildern. Unser Ziel: Der legendäre Titicaca-See.
Auf fast 4.000 Metern Höhe glänzt das tiefblaue Wasser im harten Licht der Andensonne. Der Titicaca-See liegt zwischen Peru und Bolivien und ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Hier besuchen wir die schwimmenden Inseln der Uros, die komplett aus Totora-Schilf gebaut sind. Es ist eine völlig andere Welt. Die Inseln vor Puno werden heute von vielen Touristen besucht, geben aber dennoch einen interessanten Einblick in die Geschichte und Traditionen der Uros.
Nach dem weiten Altiplano zeigt sich Peru am Colca Canyon wieder von einer anderen Seite. Steile Felswände, jahrhundertealte Terrassenfelder und tiefe Schluchten bestimmen hier das Bild. Und mittendrin schlängeln sich Straßen, die mit dem Motorrad viel Spaß machen. Bekannt ist der Colca Canyon aber vor allem für seine Andenkondore. Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern gehören sie zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Wenn die Luft am Morgen wärmer wird, nutzen sie die Thermik und lassen sich über den Canyon tragen.
Peru ist wie gemacht für eine Motorradreise: über 4.000 Meter hohe Andenpässe, endlose Kurven, Wüste, kleine Bergdörfer, ein Abstecher ins Amazonas Tiefland und einige der bekanntesten Kulturstätten Südamerikas. Wir reisen in kleinen Gruppen, mit erfahrenem Guide und Begleitfahrzeug – das Gepäck fährt mit, du fährst Motorrad.
14 Tage Peru. Vom Pazifik bis hoch in die Anden. Und dazwischen ziemlich viel, wofür es sich lohnt, vom Motorrad abzusteigen.